Paprika

Süßer, scharfer Hungarikum

Die Paprika ist eines der beliebtesten und vielseitigsten Gartenkräuter: Sie eignet sich hervorragend zum Frischverzehr, Kochen, Einlegen oder sogar als Gewürz. Sie ist ein Grundgemüse der ungarischen Küche, und im Angebot finden sich viele ungarisch gezüchtete Paprikasorten. Weiterlesen »

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Der Anbau aus Samen ermöglicht es dir, aus vielen Sorten zu wählen – süß, scharf, großfrüchtig, kompakt buschig oder lang und klassisch – und du bestimmst alles während des Anbaus. Außerdem ist der Start mit Samen kosteneffizient, mit hochwertigem Saatgut kannst du langfristig planen und den Anbau ganz nach deinem Geschmack gestalten.

Die Paprikasorten sind äußerst reichhaltig und vielfältig, ihre Gruppierung kann nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen, am häufigsten nach Fruchtform, Geschmack und Verwendungszweck.

Die wichtigsten Kategorien und Sortentypen

1.    Gruppierung nach Verwendungszweck und Geschmack

Speisepaprika

Diese Sorten sind in der Küche am weitesten verbreitet, für den Frischverzehr, zum Kochen, Braten oder für Salate. Speisepaprika haben typischerweise einen süßen oder nur leicht scharfen Geschmack und sind in vielen Formen in der Küche zu finden.

Füllpaprika (weißer Paprika): Dieser Sortentyp ist der bekannteste und am häufigsten angebaute in Ungarn. Typischerweise konisch geformt, dickfleischig, wird in grünlich-gelber (weißer) Farbe geerntet. Hervorragend geeignet zum Füllen, aber auch ideal für den Frischverzehr. Zu den bekanntesten Sortennamen gehören Tizenegyes, Bihar, Rapides, Bogyiszlói, HRF.

Block- oder Blocky-Paprika (Kalifornische Paprika): Diese Variante ist größer, dickfleischiger und charakteristisch viereckig (blockig) oder abgerundet geformt. Im reifen Zustand rot, gelb oder orange, wird aber oft auch grün geerntet. Ihr Geschmack ist süß, durch die knackige Textur ideal für Salate und Wokgerichte (z. B. California Wonder, Szentesi Blocky, King Arthur F1).

Kapia-Paprika: Längliche, leicht abgeflachte, spitz zulaufende Sorte, die wegen ihres dicken Fruchtfleisches am besten gebraten, gegrillt oder geröstet schmeckt. Im reifen Zustand tiefrot, der Geschmack ist besonders süß (z. B. Kurtovszka kapija, Kaptur F1, Kaprina F1, Szentesi kápia).

Tomatenpaprika: Wie der Name schon sagt, ist die Frucht abgeflacht, pilz- oder tomatenförmig. Das Fruchtfleisch ist sehr dick. Wird hauptsächlich zum Einlegen und Einkochen verwendet (z. B. Cececi Gömb, Tétényi Rekord, Kapitány F1, Pritamin F1, Piroska F1, Rubin F1).

Scharfe Paprika (Chili)

Diese Sorten sind wegen des Wirkstoffs Capsaicin scharf. Die Skala reicht von mild scharf bis extrem scharf, was durch die Scoville-Skala (SHU) angegeben wird.

Mild scharf: Dazu gehören runde Cherry-Pepper-Typen oder mildere Jalapeño-Sorten. Sie sind ideal für Liebhaber milder Schärfe.

Mittel scharf: Hierzu zählen die bekannten Jalapeño-, Serrano- und Cayenne-Paprika, die den Speisen bereits eine deutliche Schärfe verleihen.

Extrem scharf: In dieser Kategorie finden sich sehr scharfe Habanero- und Scotch-Bonnet-Sorten sowie die schärfsten Rekordhalter wie die Carolina Reaper, deren Umgang besondere Vorsicht erfordert.

Gewürzpaprika

Gewürzpaprika werden gezielt so gezüchtet, dass sie nach dem Trocknen und Mahlen intensive Farbe, Geschmack und Aroma an Speisen abgeben. Die Früchte sind dünnfleischig, was das schnelle Trocknen begünstigt, und sie haben einen hohen Farbstoffgehalt. Ungarn ist führend in der Züchtung von Gewürzpaprika, in Szeged und Kalocsa gibt es Forschungsinstitute. Die schärfefreie (edelsüße) Gewürzpaprika ist eine ungarische Erfindung, ein Hungarikum. Neben lokalen Sorten mit unterschiedlichem Geschmack wie Kalocsai, Cecei oder Szegedi Gewürzpaprika gibt es auch moderne, widerstandsfähige Hybriden (z. B. Kalocsai V-2 F1, Kalocsai Rubin F1, Cédrus F1, Délibáb F1).

2. Gruppierung nach Wuchstyp

Die Paprika werden weniger wie Tomaten in determinate und indeterminierte Typen unterteilt. Stattdessen sind die Buschform und die Wuchskraft maßgeblich:

Determinierter Typ

Kurzlebige, kompakt wachsende Büsche, die für den Freilandanbau empfohlen werden (z. B. die meisten Gewürzpaprika).

Indeterminierter Typ

Hohe, breit wachsende Sorten, die ein Stützsystem benötigen. Sie haben eine lange Vegetationszeit und eignen sich für den Anbau im Gewächshaus oder im Freiland mit Stützsystem (z. B. die meisten Blocky- und Kapia-Paprika sowie viele Speisehybriden für den Anbau unter Glas).

2.    Gruppierung nach Reife-Farbe

Obwohl die meisten Paprika grün (weiß/gelb) geerntet werden, kann ihre reife Farbe sein:
•    Rot: die häufigste Reifefarbe (z. B. Blocky, Kapia, Gewürzpaprika).
•    Gelb/Orange: (z. B. gelbe Kalifornische, orange Habanero).
•    Braun/Schwarz: dunkle Sorten, seltener (z. B. Chocolate Habanero).
•    Lila: (z. B. lila Kalifornische Sorten).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1.    Wann ist der beste Zeitpunkt, Paprikasamen für Setzlinge zu säen?

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat in Ungarn ist Ende Februar bis Anfang März, wenn du Setzlinge im Innenraum ziehen möchtest. Langsam wachsende Chilis können schon Ende Januar ausgesät werden. Für die Keimung sind 25–28 °C erforderlich, im Keimblattstadium reichen 22–24 °C am Tag, weiter entwickelte (4–8-blättrige) Setzlinge benötigen tagsüber 20–22 °C.

2.    Wie tief sollten die Samen gesät werden?

Die Samen flach – ca. 0,5–1 cm tief – säen und leicht mit Erde bedecken.
 
3.    Wann können die Setzlinge ins Freiland gepflanzt werden?

Erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden + die Nachttemperatur stabil wärmer sind – in der Regel Ende Mai. Paprika ist eine ausgesprochen wärme- und lichtliebende Pflanze. Sie kann ins Freiland gepflanzt werden, wenn die Nachttemperatur dauerhaft über 12–14 °C liegt.

4.    Wie hoch ist der Wasser- und Nährstoffbedarf von Paprika?

Paprika benötigt regelmäßige Bewässerung, gut durchlässigen Boden und nährstoffreiche Erde, besonders während des Wachstums und der Fruchtbildung.

5.    Eignet sich Paprika auch für Balkon oder Topf?

Ja! Kompakt wachsende, buschige Sorten sind besonders gut für die Aufzucht auf dem Balkon oder im Topf geeignet, wenn ausreichend Licht und Pflege gewährleistet sind.

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