Granulierter Dünger
Zuverlässige, klassische Nährstoffversorgung für große Flächen
Feste (granulierte) Düngemittel sind die am weitesten verbreiteten und am längsten verwendeten Lösungen zur Nährstoffversorgung im Ackerbau, bieten aber auch in Hausgärten, Gemüsegärten, Obstplantagen und Weinbergen eine kostengünstige Lösung. Ihre Herstellung ist einfach, ihre Wirkung berechenbar und sie sind in nahezu allen Freilandkulturen vielseitig einsetzbar. In dieser Kategorie haben wir die am häufigsten verwendeten, zuverlässigen und in verschiedenen Formen erhältlichen festen Düngemittel zusammengestellt. Weiterlesen »
Was sind die Vorteile von granulierten Düngemitteln?
Unter den granulierten Düngemitteln gibt es Einzeldünger (z. B. Kaliumsalz, Harnstoff, Superphosphat), Mikronährstoffdünger und komplexe NPK-Produkte, die verschiedene Makronährstoffe in unterschiedlichen Verhältnissen enthalten und teilweise zusätzliche Mikronährstoffe (Eisen, Zink, Bor, Molybdän, Mangan, Kupfer usw.) beinhalten.
Die Verwendung von granulierten Düngemitteln bietet gegenüber Pulver-, Flüssig- oder anderen Düngungsformen zahlreiche Vorteile, insbesondere in Bezug auf die einfache Handhabung und die zuverlässige Ausbringung.
1. Vielfältige, abwechslungsreiche Nährstoffzusammensetzung
Nahezu alle Makronährstoffe sind sowohl einzeln als auch in kombinierter (komplexer) Form erhältlich.
2. Kosteneffiziente Lösung
Dank der grundlegendsten Produktionstechnologien gehören sie zu den Düngemittelgruppen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
3. Ideal für den groß- und kleinbetrieblichen Einsatz
Klassische Ammoniumnitrat-, Kalkammonsalpeter- und ähnliche Düngemittel sind weiterhin eine der wichtigsten Nährstoffquellen für den Getreideanbau, Hackfrüchte, Gemüsebau und auch in Kleingärten.
4. Gleichmäßige Ausbringung
Die granulierte Form ermöglicht eine präzise und homogene Verteilung auf der Bodenoberfläche, egal ob von Hand oder mit einem Streugerät ausgebracht wird. So erhält jede Pflanze oder die gesamte Fläche die gleiche Menge an Nährstoffen, wodurch Verbrennungen durch Überdosierung (verursacht durch plötzliche lokale Anreicherung von Salzen) und die Entstehung von nährstoffarmen Stellen vermieden werden.
5. Einfache Handhabung und Lagerung
Granulate sind staubfrei oder haben einen geringen Staubanteil, was die Lagerung und Handhabung erleichtert. Bei sachgemäßer Lagerung (trocken, kühl) verklumpen sie nicht, sind leicht dosierbar und es gibt nur minimale atmosphärische Staub- und Nährstoffverluste.
6. Hohe Nährstoffkonzentration
Granulierte Düngemittel enthalten oft eine höhere Wirkstoffkonzentration als flüssige Präparate, sodass für die gleiche Wirkung eine geringere Menge verwendet und transportiert werden muss, was für den Anwender kostengünstiger ist.
Welche Anwendungsarten gibt es für feste Düngemittel?
1. Grunddüngung
Die Grunddüngung erfolgt zu Beginn der Saison bei der Bodenbearbeitung, Saatbettbereitung, vor oder gleichzeitig mit der Aussaat oder Pflanzung. Das granulierte Düngemittel wird gleichmäßig in den Boden oder das Substrat (z. B. Blumenerde) eingearbeitet. Dies kann durch manuelles Untermischen, Hacken, Eingraben oder in großen Betrieben maschinell erfolgen. Der Grunddünger sorgt dafür, dass die Wurzelzone von Anfang an oder für die gesamte Saison ausreichend Nährstoffe erhält, da das Granulat während seiner gesamten Wirkungsdauer in Wurzelnähe bleibt.
2. Kopfdüngung
Die Kopfdüngung bedeutet die nachträgliche Nährstoffversorgung bereits wachsender Pflanzen während der Vegetationsperiode. Das granulierte Düngemittel kann einfach um die Pflanzen im Wurzelbereich ausgestreut werden. Anschließend hilft das Gießwasser oder Regen, die Nährstoffe in den Boden zu bringen. Dabei ist größte Sorgfalt geboten, da die Düngerkörner nicht mit Stängeln oder Blättern in Berührung kommen dürfen, da dies Verbrennungen verursachen kann!
Eine sicherere Methode der Kopfdüngung ist es, das granulierte Düngemittel flach (z. B. 2-3 cm tief) in die oberste Bodenschicht einzuarbeiten, besonders wenn die Nährstoffe schneller in die Wurzelzone gelangen sollen. Dabei ist darauf zu achten, die Pflanze nicht versehentlich auszuhacken oder z. B. die empfindliche Rinde von Jungbäumen zu verletzen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wofür können granulierte Düngemittel verwendet werden?
Für die Grund- und Kopfdüngung von Ackerpflanzen, Rasen, Obstplantagen und gärtnerischen Kulturen.
2. Wird ein spezielles Streugerät benötigt?
Für größere Flächen wird ein Düngerstreuer empfohlen, in kleineren Gärten kann die Ausbringung von Hand oder mit einem einfachen Streuwagen erfolgen.
3. Können sie auch im Bio-Anbau verwendet werden?
Die meisten klassischen Felddünger gelten nicht als Bio-Produkte – im ökologischen Landbau müssen speziell gekennzeichnete, zugelassene organische Stoffe verwendet werden.
4. Wie lagere ich granulierte feste Düngemittel?
Lagere granulierte Düngemittel an einem trockenen, kühlen, gut belüfteten Ort, z. B. in einem Schuppen, einer Garage oder einer geschlossenen Kammer, immer in der Originalverpackung (Sack, Eimer). Ist der Sack beschädigt, gib ihn in einen luftdicht verschließbaren Kunststoffbehälter, um Feuchtigkeit auszuschließen. Am besten auf einer Palette oder einem Regal, außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren sowie fern von Lebensmitteln, Futtermitteln und brennbaren Stoffen lagern. Einige Düngemittel (insbesondere solche mit hohem Nitratgehalt) können brandgefährlich sein, daher sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt zu beachten. Den Restdünger nach Gebrauch sorgfältig verschließen. Halb geleerte Säcke fest zubinden oder das Granulat in einen luftdicht verschließbaren Eimer umfüllen.