Blumenzwiebel
Saison für Saison blühende Schönheiten
Zwiebelblumen sorgen für eine spektakuläre, farbenfrohe Blüte, selbst bei minimaler Pflege. In den Zwiebeln konzentriert sich die gesamte Energie der Pflanze, sodass sie uns mit schnellem Wachstum und sicherer Blüte beschenken. Ob du sie ins Gartenbeet, in einen Topf, Blumenkasten oder Terrassengefäß pflanzt, der Erfolg ist nahezu garantiert. Weiterlesen »
Herbstblumenzwiebeln – die ersten Boten des Frühlings
Die Herbstblumenzwiebeln – wie Tulpe, Narzisse, Krokus, Hyazinthe, Zierlauch –, aus denen im Frühling blühende Pflanzen entstehen, können ihr herbstlich-winterliches Wurzelsystem im kühlen Boden ausbilden, zudem benötigen sie für die Blüte eine Kälteperiode (Vernalisation). Dadurch blühen sie im Frühling früh und kräftig.
Was ist der ideale Pflanzzeitpunkt für Herbstblumenzwiebeln?
Bei Narzissen, Krokussen, Hyazinthen, botanischen Tulpen, Traubenhyazinthen und anderen kleineren Zwiebelpflanzen ist September - Oktober ideal, bei Tulpen und Zierlauch Oktober - November. Wichtig ist, dass der Boden noch nicht gefroren ist, die Luft aber schon kühl ist.
Frühlingsblumenzwiebeln – die farbenfrohen Juwelen des Sommers
Die im Frühling gepflanzten, im Sommer blühenden Zwiebelzierpflanzen – wie Dahlie, Gladiolen, Canna, Begonie – sind meist frostempfindlich, daher sollten sie erst nach den Frösten gepflanzt werden. Danach entwickeln sie sich schnell und blühen den ganzen Sommer über, so ergänzen und ersetzen sie die Frühlingszwiebelpflanzen.
Was ist der ideale Pflanzzeitpunkt für Frühlingszwiebeln?
In der Regel ab April, wenn der Boden sicher nicht mehr gefroren ist.
Wohin sollte man Blumenzwiebeln pflanzen?
• An einen sonnigen oder halbschattigen Standort, auch unter Bäume oder in den Rasen
• In lockeren, nährstoffreichen, gut durchlässigen, mit Kompost und Sand verbesserten Boden
• In Balkonkästen, Steingefäße oder Töpfe
Wie pflanze ich Blumenzwiebeln und Knollen?
1. Grabe ein Loch, das 2-3 mal so tief ist wie die Höhe der Zwiebel.
2. Die Triebspitze (spitze Seite) zeigt nach oben, die Wurzelbasis (flache Seite) nach unten.
3. Lasse zwischen den Zwiebeln mindestens den doppelten Abstand der Zwiebelbreite.
4. Nach dem Pflanzen einmal gründlich gießen.
5. In tieferen Steingefäßen kannst du die Blumenzwiebeln auch schichtweise pflanzen (Lasagne-Methode): die größeren Zwiebeln und Knollen nach unten, die kleineren nach oben.
Wie pflege ich Zwiebel- und Knollenzierpflanzen?
• Nach der Blüte das Laub natürlich absterben lassen.
• Im Frühjahr kann ein langsam wirkender, langanhaltender umhüllter Dünger gegeben werden.
• Während der Vegetationszeit ist bei fehlendem Niederschlag das Gießen wichtig.
• Frostempfindliche Zwiebeln und Knollen müssen im Herbst ausgegraben werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wie tief sollte man die Zwiebeln pflanzen?
In eine Tiefe, die dem 2–3-fachen der Zwiebelhöhe entspricht.
2. Was passiert, wenn ich zu spät pflanze?
In der Regel lohnt sich das Pflanzen trotzdem. Es kann sein, dass sie im ersten Jahr schwächer blühen, aber im nächsten Jahr erholen sie sich.
3. Kann ich Zwiebeln oder Knollen in Töpfe pflanzen?
Ja! Viele Zwiebel- und Knollenpflanzen fühlen sich auch in Balkonkästen oder Töpfen sehr wohl.
4. Muss man beim Pflanzen düngen?
Es ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber das Wachstum. Ein ausgewogener, langsam freisetzender Dünger wird empfohlen. Organischen Dünger sollte man einige Monate vor dem Pflanzen ausbringen. Nur gut verrotteten Mist oder Kompost verwenden!
5. Wozu dient ein Blumenzwiebel-Pflanzkorb?
Der Blumenzwiebel-Pflanzkorb ist ein praktisches Gartengerät, dessen Hauptzweck der Schutz der Zwiebelzierpflanzen und die Erleichterung der Gartenpflege ist. Mit dem Korb sind die Zwiebeln vor bodenlebenden Nagetieren (Mäuse, Wühlmäuse) geschützt. Die Verwendung des Korbes erleichtert das Ausgraben der Zwiebeln nach der Blüte erheblich.
6. Wann müssen die Knollen ausgegraben werden?
Die meisten im Frühling gepflanzten Knollen (z. B. Dahlien) müssen im Herbst vor den Frösten ausgegraben und an einem frostfreien Ort überwintert werden. Die im Herbst gepflanzten Blumenzwiebeln sind winterhart und überwintern im Boden, aber gelegentlich sollte der Bestand verjüngt werden (siehe Details bei den Herbstblumenzwiebeln).
7. Wie lagert man ausgegrabene Blumenzwiebeln?
Der Schlüssel zur erfolgreichen Lagerung von Blumenzwiebeln (Tulpe, Narzisse, Lilie) ist ein trockener, gut belüfteter und temperaturgeregelter Raum. Nach dem Ausgraben müssen die Zwiebeln gründlich von Erde gereinigt und einige Tage getrocknet werden, dann werden beschädigte oder kranke Exemplare aussortiert. Die ideale Lagertemperatur im Sommer, während der Ruhezeit, liegt zwischen 18-20 °C. Wichtig ist, dass der Lagerort dunkel und gut belüftet ist, hohe Luftfeuchtigkeit sollte vermieden werden, da sie Schimmel verursachen kann. Die Zwiebeln sollten in gut belüfteten Behältern (z. B. Holzkiste, Karton, Papiertüte) möglichst in einer Schicht gelagert werden, damit sie von allen Seiten Luft bekommen. Geeignete Lagerorte sind ein trockener Keller, eine Speisekammer oder eine frostfreie Garage.
Im Gegensatz dazu sollten Dahlien und andere fleischige Knollen (die empfindlicher gegen Austrocknung sind) in Torf, Sand oder Sägemehl eingebettet werden, um das Austrocknen zu verhindern. Diese Knollen sollten bei milder, aber frostfreier Temperatur von 4-10 °C überwintert werden.
Regelmäßige, aber seltene Kontrollen sind bei allen gelagerten Zwiebeln und Knollen notwendig, um Schädlinge und Krankheiten rechtzeitig zu erkennen.
Was sind Zwiebel, Knolle, Zwiebelknolle und Rhizom?
Zwiebel, Knolle, Zwiebelknolle und Rhizom sind unterirdische, umgewandelte Pflanzenteile, die auf die Speicherung von Nährstoffen und Wasser sowie auf die vegetative Vermehrung spezialisiert sind. Der Hauptunterschied besteht darin, welcher Pflanzenteil (Stängel, Blatt, Wurzel) umgewandelt wurde und wie ihre innere Struktur ist.
1. Zwiebel
Die Zwiebel (z. B. Küchenzwiebel, Knoblauch, Tulpe, Narzisse) ist eine unterirdische, aus fleischigen Niederblättern bestehende, meist von trockenen Hüllblättern umgebene, kurzgliedrige Sprossumwandlung zur Nährstoffspeicherung. Aus der Endknospe der Zwiebelbasis entwickelt sich der oberirdische Spross, nach unten wachsen sprossbürtige Wurzeln. Die Zwiebeln der meisten Zwiebelblumen (Tulpe, Narzisse) sind von Hüllblättern umgeben, während die Lilienzwiebel nackt ist.
2. Knolle
Die Knolle ist ein verdickter, kompakter (nicht geschichteter), fleischiger, kurzgliedriger, nährstoffspeichernder, unterirdischer, umgewandelter Spross, an dessen Blattachseln sich Knospen befinden. Die Knolle kann eine Sprossknolle (Cyclamen, Kartoffel, Topinambur), eine Astknolle (Dahlie, Begonie, Taglilie) oder eine Wurzelknolle (Dahlie, Inkalilie, Ranunkel) sein. Auf der Oberfläche der Knolle befinden sich Knospen (Augen), aus denen neue Pflanzen austreiben. Durch Abtrennen und Auspflanzen dieser kann die Pflanze vermehrt werden.
3. Zwiebelknolle
Eine Zwischenform zwischen Zwiebel und Knolle, hauptsächlich eine Verdickung des Stängels. Die Zwiebelknolle hat keine fleischigen Zwiebelblätter. Außen ist sie von trockenen, häutigen Hüllblättern umgeben wie die Zwiebel, innen befindet sich jedoch ein kompaktes, stärkehaltiges Gewebe wie bei der Knolle, die Schichtung der Zwiebel fehlt. Die innere Gewebestruktur ähnelt eher der Knolle. Solche Vermehrungsorgane haben z. B. die Gladiole (Gladiolus), die Herbstzeitlose (Colchicum), die Freesie (Freesia) und der Safran (Crocus). Die Speicherung erfolgt im verdickten Stängel. Die neue Zwiebelknolle entwickelt sich meist aus der des Vorjahres.
4. Rhizom
Das Rhizom, auch Wurzelstock genannt, ist ein kurzgliedriger, verdickter, speichernder und vermehrender unterirdischer Spross, an dem braune, schuppenartige Niederblätter sitzen, in deren Achseln sich Knospen entwickeln. Das Rhizom kann begrenzt wachsen, wenn aus der Endknospe ein oberirdischer Spross entsteht und das Wachstum des Rhizoms aus den Seitenknospen unterhalb der Endknospe fortgesetzt wird (z. B. Schwertlilie, Salomonssiegel), oder unbegrenzt wachsen, wenn die Endknospe ständig weiterwächst und der oberirdische Spross aus den Seitenknospen entsteht (Maiglöckchen). Zu den rhizombildenden Zierpflanzen gehören auch Canna, Calla (Zantedeschia) und Pfingstrose (Paeonia).
5. Ausläufer (Stolon)
Den Ausläufer kennt man meist von der Quecke (Agropyron repens), die unsere Gärten durchzieht – meist nicht gerade in lobenden Worten. Der Vollständigkeit halber sei er aber erwähnt, denn auch er gehört zu den umgewandelten unterirdischen Sprossen. Der Ausläufer, auch Stolon genannt, ist dem Rhizom ähnlich, aber dünn und langgliedrig. Er läuft unter der Erdoberfläche weit und verzweigt sich stark, daher vermehrt man die Quecke beim Hacken meist ungewollt, statt sie zu beseitigen! Über Ausläufer, also Stolone, kann man aber z. B. die Pfefferminze (Mentha piperita) vermehren.
Wie können diese Zierpflanzen vermehrt werden?
Zierpflanzen mit umgewandelten unterirdischen Spross- oder Wurzelteilen (Zwiebel, Knolle, Zwiebelknolle, Rhizom) werden fast ausschließlich vegetativ vermehrt, was auch den Vorteil der Sortenechtheit bietet. Die Hauptmethode ist das Teilen des ursprünglichen Vermehrungsorgans (Zwiebel, Knolle usw.) oder das Auspflanzen der abgetrennten Tochterzwiebeln oder -knollen.
Die Methoden unterscheiden sich je nach Art des Pflanzenteils.
1. Bei Zwiebelpflanzen (z. B. Tulpe, Narzisse, Hyazinthe, Lilie) ist die Grundlage der Vermehrung das Abtrennen der Tochterzwiebel.
Nach der Blüte, wenn die Blätter vergilben und die Pflanze sich zurückzieht (etwa Juni-Juli), werden die Zwiebeln ausgegraben und von Erde gereinigt. Die an der Mutterzwiebel entstandenen Tochterzwiebeln (Brutzwiebeln) werden vorsichtig abgetrennt.
Bei einigen Lilienarten (z. B. Tigerlilie) entstehen auch in den Blattachseln und Blüten kleine Brutzwiebeln (Bulbillen), die ebenfalls zur Vermehrung genutzt werden können.
Die abgetrennten Tochterzwiebeln werden meist im Herbst an einen neuen Standort gepflanzt, damit sie vor dem Frost Wurzeln schlagen können. Je nach Größe blühen die Tochterzwiebeln nach 1-3 Jahren.
2. Bei knolligen Zierpflanzen (z. B. Dahlie, Knollenbegonie, Cyclamen) erfolgt die Vermehrung durch Teilung der Knolle.
Die Dahlie hat Wurzelknollen. Beim Teilen ist es wichtig, dass an der Knolle ein Sprossstück mit Knospe oberhalb des Wurzelhalses bleibt, da der neue Trieb nur aus diesem Teil wächst.
Die Knollen werden vor den Frösten ausgegraben, gereinigt und an einem trockenen, kühlen, schädlingsfreien Ort (z. B. Mäuse, Ratten) überwintert, dann im Frühjahr nach den Frösten geteilt und gepflanzt.
Die Knollen der Knollenbegonie werden vor dem Pflanzen mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke geschnitten, wobei jedes Stück mindestens eine Knospe oder einen Trieb haben muss. Die Schnittflächen sollten mit einem pulverförmigen Fungizid (z. B. Champion WG) behandelt werden.
3. Die Vermehrung von Zwiebelknollen-Zierpflanzen (z. B. Gladiole, Safran, Freesie) erfolgt durch Abtrennen und Einpflanzen der an der Seite oder Oberseite der absterbenden Mutterzwiebelknolle gebildeten Tochterzwiebelknollen.
Die Mutterzwiebelknolle stirbt innerhalb einer Vegetationsperiode ab, an ihrer Stelle entstehen eine oder mehrere neue, große Zwiebelknollen sowie zahlreiche kleine Tochterzwiebelknollen. Nach dem Rückzug der Pflanze (Spätsommer, Herbst) wird sie ausgegraben, die alte Knolle entsorgt und die neue, große Zwiebelknolle überwintert und im Frühjahr wieder eingepflanzt. Die kleinen, runden Tochterzwiebelknollen werden nicht weggeworfen, sondern in Töpfen oder Balkonkästen weitergezogen. Nach 1-2 Jahren sind sie blühfähig.
4. Die Vermehrung von rhizombildenden Pflanzen (z. B. Schwertlilie, Maiglöckchen) erfolgt durch Teilung, also das Zerschneiden der Rhizome.
In der Regel nach der Blüte, von der zweiten Sommerhälfte bis zum Herbst (bei Schwertlilien Juli-Oktober), werden die Rhizome ausgegraben und mit einem scharfen Messer in mehrere kleinere Stücke geschnitten. Jedes zu pflanzende Stück muss mindestens eine Triebknospe (Auge) und ausreichend Wurzeln haben. Die geteilten Stücke werden sofort an ihren neuen Standort gepflanzt. Die Teilung sollte alle 3-4 Jahre erfolgen, oder wenn die Blüte nachlässt bzw. der Bestand zu dicht wird.