Details
Isopropylamin-Salz-Glyphosat-Gesamtherbizid gegen samenbürtige und mehrjährige ein- und zweijährige Unkräuter
Heimanwendung: 150-200 ml/10 l Wasser
TECHNOLOGISCHE EMPFEHLUNGEN
Bei samenbürtigen Unkräutern die im Zulassungsdokument angegebene niedrigere Dosis anwenden. Bei samenbürtigen zweikeimblättrigen Unkräutern sollte die Behandlung im Stadium der 4 bis 8 echten Blätter, bei samenbürtigen einkeimblättrigen Unkräutern im Stadium der 3 bis 5 Blätter durchgeführt werden.
Bei mehrjährigen zweikeimblättrigen und mehrjährigen einkeimblättrigen Unkräutern sollte das Produkt im intensiven Wachstumsstadium ausgebracht werden, um sicherzustellen, dass der Wirkstoff auch in die unterirdischen Fortpflanzungsgebilde des Unkrauts gelangt. Tarack-Weizen, Kiefernnadeln, Schilf sind im Herbst am wirksamsten, wenn der Nährstofffluss zu den Rhizomen am intensivsten ist. Der optimale Zeitpunkt für die Behandlung ist bei Sukkulenten die Blütezeit und bei Feldakazien die Zeit, in der sich die Blätter in der Blattrosette befinden.
Unter Berücksichtigung der meteorologischen Bedingungen ist Glyphosat bei 15-25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit am wirksamsten. Um wirksam zu sein, ist es wichtig, dass innerhalb von 6 Stunden nach der Behandlung kein Niederschlag fällt, damit der Wirkstoff vollständig vom Unkraut aufgenommen werden kann.
Bei Ackerkulturen vor oder nach der Aussaat bis zur Keimung, wenn die ausgesäten Samen mit einer mindestens 3 cm dicken Schicht aus feinen Krümeln bedeckt sind. Diese Technik kann nicht auf Böden mit weniger als 3 % organischer Substanz angewendet werden. Für die Behandlung von mehrjährigen Unkräutern, nachdem sie auf 15-30 cm gepflügt worden sind. Die Bodenbearbeitung sollte flach erfolgen, so dass die Stoppeln aufgebrochen und damit auch die schlafenden Knospen herausgeschleudert werden.
In nichtlandwirtschaftlichen Gebieten: Straßen, Straßenböschungen, Entwässerungsgräben in undurchlässigem Zustand, Industrieanlagen, Tankstellen, Flughäfen, Eisenbahnlinien, vollständige Unkrautbekämpfung, sofern dies nicht durch örtliche Vorschriften verboten ist.
Vollständige Unkrautbekämpfung in Wohngebieten, Kleingärten, Friedhöfen, soweit nicht durch örtliche Verordnungen verboten.
Unkrautbekämpfung in unbefestigten Kanälen, Grabenufern gegen Schilf, Seggen und andere schwer zu bekämpfende mehrjährige Unkräuter.
Zur Unkrautbekämpfung in Weiden und Grünland bei der Renovierung von Weiden und Grünland vor dem Umbruch oder der Neuansaat.
Bei Luzerne in Form einer Fleckenbehandlung oder einer vollständigen Oberflächenbehandlung auf stark mit Luzerne befallenen Flächen. Bei einer punktuellen Behandlung ist eine Konzentration von 0,2-0,3 % zu verwenden. Bei der flächigen Behandlung beträgt die Dosis 0,5-0,7 l/ha. Die Behandlung kann das Wachstum der Luzerne bis zur nächsten Mahd leicht verzögern, daher wird eine ganzflächige Behandlung nur in stark befallenen Gebieten empfohlen. Die Behandlung sollte 5-7 Tage nach dem Mähen der Luzerne durchgeführt werden. Die Anwendung bei samentragenden Luzernen oder im Stadium der Samenbildung wird nicht empfohlen.
In forstwirtschaftlichen Kulturen kann es zur Unkraut- und Strauchbekämpfung bei allen Baumarten vor der Aufforstung eingesetzt werden. Nach dem Fällen wird es in einer Konzentration von 3,5 % zur Bekämpfung des Stumpfbohrers eingesetzt. Zur forstwirtschaftlichen Unkrautbekämpfung nur in Fichten-, Waldkiefern- und Korkkiefernpflanzungen, die älter als zwei Jahre sind. Zum Schutz von Kiefernpflanzungen kann das Produkt angewendet werden, wenn sich eine schützende Wachsschicht auf den Nadeln gebildet hat.
In Weinbergen und Obstplantagen: Tafeltrauben, Keltertrauben, Äpfel (Apfel, Birne, Quitte, Birne), Steinobst (Kirsche, Sauerkirsche, Pfirsich, Nektarine, Aprikose, Johannisbeere, Pflaume) und Nüsse (Walnuss, Mandel, Haselnuss, Kastanie).
Es kann nur in Plantagen angewendet werden, die älter als 3 Jahre sind, wobei Sprühdüsen mit Schutzscheiben oder andere spezielle Sprühtechniken verwendet werden. Die Behandlung sollte im Frühjahr bis zum Beginn des Austriebs oder im Herbst nach der Obsternte durchgeführt werden. Wenn der Unkrautbewuchs es rechtfertigt, kann die Behandlung mit erhöhter Vorsicht auch zwischen diesen beiden Terminen durchgeführt werden. Bei der Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass das Spritzmittel nicht auf die grünen Teile der Pflanzen (Triebe, Blätter) gelangt, da dies zu dauerhaften Schäden führt. Auch Keimlinge unter 3 Jahren, die noch nicht verkümmert sind, werden durch den Wirkstoff geschädigt.
Standtrocknung in Sonnenblumen-, Raps-, Mais- und Sojakulturen:
In verunkrauteten Beständen mit der niedrigeren, in verunkrauteten Flächen mit der höheren Dosis behandeln, bei Sonnenblumen mit 20-30% und bei Mais mit 30-40% Kornfeuchte.
Bei Raps sollte die Behandlung erfolgen, wenn mindestens 60 % der Körner im mittleren Drittel der Rübenebene bräunlich sind und die Rüben noch grün sind.
Bei Sojabohnen sollte die Behandlung durchgeführt werden, nachdem sich die Hülsen gelblich-braun verfärbt haben, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Sojabohnensamen etwa 30 % beträgt. Bei Raps und Sojabohnen darf die Ausbringung nur mit Bodengeräten (Brückentraktor) erfolgen. Der Einsatz in der Saatguterzeugung wird nicht empfohlen.
Bei Winterweizen, Winter- und Sommergerste: zur Unkrautbekämpfung vor der Ernte, um die Ernte zu erleichtern, nur mit Feldmaschinen, vor allem auf Flächen mit starkem Befall von mehrjährigen Unkräutern (Tarackweizen, Schilf, Schilfrohr usw.), und mindestens 14 Tage vor der geplanten Ernte.
Ausbringung aus der Luft: nur bei Sonnenblumen und Mais, bei einer zusammenhängenden Feldgröße von mindestens 10 ha, mit obligatorischer Zugabe eines abdrifthemmenden Spritzzusatzes und Verwendung einer abdrifthemmenden Düse. Bei der Ausbringung aus der Luft müssen die Anforderungen des gemeinsamen FVM-GKM-KvVM-Beschlusses 44/2005 (6.V.2005) vollständig erfüllt werden. Ausbringungsmenge: 50-60 l/ha
Ausbringung mit einem hydraulischen Traktor: mit einer Bodenmaschine mit großer Bodenfreiheit (> 150 cm) kann das Produkt nur unter Zugabe eines abdrifthemmenden Zusatzes ausgebracht werden
VERFÜGBARKEIT
Eine Mischung mit anderen Herbiziden ist nicht erforderlich. Companion Gold ist abdrifthemmend, verbessert das Spritzbild und die Wasserqualität.
KONTAKT
Je nach Dosierung deckt die Wirksamkeit sowohl mehrjährige als auch samenbürtige ein- und zweijährige Unkräuter ab.
Das Produkt ist nicht selektiv und darf nicht auf die vor Unkräutern zu schützenden Kulturen ausgebracht werden, da es diese schädigen kann.
WIRKMECHANISMUS
Der Wirkstoff Glyphosat wird von der Pflanze über die grünen, chlorophyllhaltigen Teile aufgenommen. Von dort wandert der Wirkstoff zu den Wurzeln, Stängeln und Rhizomen. Die Wirkung zeigt sich nach 1-2 Wochen in Form von Seneszenz, Zwergwuchs, Blatt- und Triebverbräunung. Der Prozess ist irreversibel und die betroffene Pflanze stirbt ab. Da Glyphosat auf seinem Weg durch die Pflanze auch die Fortpflanzungszellen erreicht, führt seine Wirkung auf mehrjährige Pflanzen ebenfalls zum Absterben oder zur dauerhaften Schädigung der Pflanze.
DOSIS:
Umrechnung der Hektardosis für den Hausgebrauch auf 10 Liter Spritzmittel:
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